What the purpose?!?

What the purpose?!?

„Purpose“ ist im letzten Jahrzehnt zu einem neuen Modebegriff innerhalb des Marketings und der Unternehmensführung avanciert. Doch was steckt eigentlich hinter diesem Begriff? Und warum sollte man sich damit auseinandersetzen? 
 
Fangen wir erst einmal mit dem Versuch einer Übersetzung an. 
Wie so häufig ist eine einfache, direkte Übersetzung vom Englischen ins Deutsche nicht möglich.  
Am nächsten kommt dabei wohl das Wortpaar: Sinn und Zweck. Also was ist der Sinn und Zweck  
meines Unternehmens oder anders ausgedrückt: Worin besteht dessen „Daseinsberechtigung“. 
 
Vielleicht lässt sich „Purpose“ auch am besten mit dem Wort „Bestimmung“ übersetzen bzw. „Selbstbestimmung”, also der bewussten Entscheidung, ein Ziel zu verfolgen.  
 
Die Suche nach der eigenen Bestimmung ist bei vielen Menschen ein tiefsitzendes Bedürfnis und dockt an die große Frage nach dem Sinn und Zweck der eigenen Existenz an.  
Doch im Gegensatz zu Menschen, die auch ohne bestimmten Sinn und Zweck existieren können, ist dies bei Unternehmen anders. Es handelt sich dabei um künstliche, von Menschen gemachte Gebilde, die einen „Sinn“ haben müssen oder zumindest einen „Zweck“ erfüllen sollten. 
 
In einem gesättigten Markt, wie wir ihn in der westlichen Welt vorfinden, ist eine reine Zweckhaftigkeit eines Angebotes das aller minimalste, was wir von einem Produkt, einer Dienstleistung oder einer Marke erwarten. Was uns tatsächlich zum Kaufen animiert ist der Sinn, den wir einer Marke für uns geben.   
 
Denn wir Menschen kaufen nicht nur das „Was“ eines Produktes, also seine Zweckaftigkeit, sondern auch das „Warum“, seine Sinnhaftigkeit.  
 
Hier kommt das Thema Purpose ins Spiel – besonders in Zusammenhang mit der zukünftigen Generation an Arbeitnehmern betrachtet.  
 

So würden 64% der Millenials gar nicht erst bei einem Unternehmen anfangen, welches kein Bewusstsein für Nachhaltigkeit hat. 75% der Millenials würden zudem sogar ein geringeres Gehalt akzeptieren, wenn sie wüssten, dass sie für ein verantwortungsvolles Unternehmen arbeiten.  
 
Damit werden die beiden Richtungen, in die Purpose wirkt, klar: Er entfaltet seine Wirkung sowohl nach innen als auch nach außen. Nach außen wirkt er als vertrauensbildender Faktor für Partner und Kunden, die in einer immer unsicherer werdenden Welt nach Sicherheit, Verlässlichkeit und Authentizität suchen. Nach innen wirkt er als Leuchtturm und Kompass für alle unternehmerischen Entscheidungen und gibt den Mitarbeitern eine Basis zur Identifikation mit dem eigenen Unternehmen.  
 
Nicht ohne Grund gehören Unternehmen mit einem intensiven Fokus auf ihren eigenen Purpose, wie z.B. Tesla und Apple, zu den berühmtesten und erfolgreichsten Marken der Welt. Weniger bekannte Beispiele, aber ebenso erfolgreich Dank ihres starken Purpose sind Marken wie der Outdoor-Ausstatter Patagonia oder der Schokoladenhersteller Tonny’s.  In diesem Zusammenhang besonders in Deutschland hervorgetan hat sich die Reinigungsmittelmarke Frosch, die schon seit über 30 Jahren für Nachhaltigkeit und Bioqualität steht.
 
Es bleibt die abschließende Feststellung:  
Purpose ist mehr als ein Trend. Es ist eine Haltung. 

No Comments

Leave a Reply

Kontakt

Let’s talk
+49 (0)721 46 71 32 21
mail@mail@straight-forward-marketing.de

 

Find us
Waldhornstraße 25
76131 Karlsruhe